Wie von einigen „Wirtschaftsfachleuten“ (von wem auch immer dazu gemacht) zu hören ist, finden wir künftig unser Heil und die Lösung aller finanziellen Probleme in unserem Land in einer Erhöhung der Mehrwertsteuersätze von 19% auf 21%. Der Schwachsinn kommt seinem Höhepunkt damit deutlich näher!
Eine Erhöhung trifft dann alle Verbraucher und fast jeden Bereich im täglichen Leben.
Es wäre ein fiskalpolitischer Eingriff mit weitreichenden Folgen für Konsumenten, Unternehmen und auch den Staatshaushalt. Ob die superschlauen Experten aus ihrer Blase heraus das berücksichtigt haben, ist sehr stark zu bezweifeln.
Untersuchen wir doch einmal, was sich daraus folgern lässt:
- Endverbraucherpreise steigen
- Die Kaufkraft der Haushalte, bis hin zum Geringverdiener, oder gar derer, die eigentlich Unterstützung brauchen würden, sinkt deutlich
- unser aller Leben wird weiter eingeschränkt.
- Der private Konsum wird nachhaltig gedämpft.
Was sind direkte Folgen?
- Der Handel gibt diese Steuererhöhungen direkt an die Kunden weiter
- Die Inflation wird dadurch sofort und nachhaltig angefeuert.
- Der Kauf von langlebigen Konsumgütern, wie z.B. Autos, Elektronik oder Möbel werden bei Haushalten mit kleinem Geldbeutel weiter in die Ferne verschoben
- Einkommensschwache Haushalte geben einen größeren Teil des Einkommens für Konsum aus und werden deshalb stärker als wohlhabende Haushalte prozentual stärker belastet.
welche Auswirkungen hat das alles auf die Konjunktur (BIP)?
Der private Konsum ist eine der tragenden Säulen des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Durch den zu erwartenden Rückgang der Nachfrage wird es zu einem weiteren Niedergang der gesamten Wirtschaft kommen. Daraus folgt, dass Unternehmen weniger produzieren und logischerweise Investitionen in Maschinen und Anlagen zurückhalten, da kein Wachstum zu erwarten ist.
Selbst wenn Investitionen trotz der zu erwartenden, schwächelnden Konjunktur als Vorzieheffekt noch vor einer Erhöhung der Mehrwertsteuer getätigt werden, wird es nach einem dadurch bedingten eventuellen Anstieg hinterher zu einem Nachfrageloch kommen.
Die Folgen für Unternehmen wären kurzfristig sichtbar und langfristig fatal.
Für Betriebe bedeutet eine Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht nur weniger Umsatz, sondern auch administrative Hürden.
Alle Computersysteme, sämtliche Preisschilder und alle Buchhaltungsprogramme müssten aufwendig umgestellt werden.
Vermutlich können die Preiserhöhungen in einzelnen Branchen, wie Gastronomie oder Einzelhandel durch die Steuererhöhung nicht voll weitergegeben werden. Dadurch sinkt in den Unternehmen die Gewinnmarge. Die Auswirkungen spürt nicht nur der Unternehmer selbst, sondern auch der Staat, der dann weniger Körperschafts-, Einkommens- oder Gewerbesteuer einnehmen wird.
Theoretisch fließen dem Staat bei 21% Mehrwertsteuer Milliarden an Mehreinnahmen zu. Doch es gibt verschiedene Dinge zu berücksichtigen.
Pro Prozentpunkt bei der MwSt. rechnet man grob mit etwa 11 – 13 Mrd. € zusätzlichen Einnahmen pro Jahr, die vorwiegend vom Konsumenten und hier dem kleinen Mann getragen werden.
Höhere Steuersätze erhöhen naturgemäß den Anreiz für Schwarzarbeit.
Gerade in grenznahen Bereichen wird es zu Einkäufen im günstigeren Ausland kommen und auch dadurch werden die tatsächlichen Steuereinnahmen geschmälert.
In der Zusammenfassung sollten wir also mit folgenden Effekten nach einer Erhöhung der Mehrwertsteuer rechnen:
- Die Inflation steigt kurzfristig durch zu erwartende Preisanpassungen
- höhere Preise senken die Kaufkraft sofort und das trifft am härtesten die Familien mit niedrigerem Einkommen
- der Staat hat vordergründig höhere Steuereinnahmen, die aber kurzfristig bereits durch Schwarzarbeit, geringere Gewinne, Ausbleiben von Investitionen usw. wieder ins Gegenteil umschlagen.
- Duch eine reduzierte Binnennachfrage steigt das Risiko für eine Rezession enorm.
Lasst uns diesem Schwachsinn entgegenwirken.
Lasst uns nicht auf jeden, vom ZDF, der ARD oder von sich selbst ernannten Wirtschaftsexperten hören.
Lasst uns alles daransetzen, echte Fachleute zu Rate zu ziehen.
Lasst uns diese Botschaften transportieren, denn damit können wir punkten!
Wir haben genug Steueraufkommen, lasst uns anfangen, das vorhandene Geld verantwortlich und sinnvoll auszugeben.
Alfred Hermann, 20. Februar 2026